Wer oder Was

ist die

"Kendel-Bühne" ?

Die Kendel-Bühne wurde am 15. September 2000 gegründet. Auf Grund eines Aufrufs in der örtlichen Presse im Juni hatten sich über 20 Personen getroffen, um die Vorbereitung auf die Gründung einer St. Huberter Laienspielgruppe zu tätigen. Mehrere Namensvorschläge standen für die 27 Gründungsmitglieder zur Auswahl. Nachdem St. Hubert am Niederrhein auch als Kendel-Dorf bekannt ist, fiel die Wahl auf KENDEL–BÜHNE.

Gründungsmitglieder  

 

Proben für den ersten Auftritt
Unmittelbar nach der Gründung begannen die Vorbereitungen für die Premiere eine Bühnenstückes. Schnell wurde ein Sketch mit weihnachtlichem Inhalt in St. Huberter Platt und Hochdeutsch gefunden, der im Rahmen eines Mundartabend des Heimatvereins St. Hubert 1964 e. V. bereits Ende November 2000 aufgeführt wurde. Der erste Applaus belohnte die Theaterbegeisterten für all die Mühe und das Lampenfieber. Der erste Auftritt wurde auch gleich ein Erfolg wie auch die Presse bestätigte.

 

 Und was geschah sonst noch?
..... wir gewinnen einen 4. Preis!
Anfang 2000 wurde von der Fachhochschule Niederrhein (Bereich Sozialwesen) ein Wettbewerb zum Thema „Lebenssichten – Entwürfe eines Miteinander von Jung und Alt“ ausgeschrieben. Kurz nach der Gründungsversammlung wurde die Kendel-Bühne von der Fachhochschule Niederrhein gebeten, mit der St. Huberter Theatergruppe an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Bedingung: Der Altersunterschied zwischen dem jüngsten und ältesten Team-Mitglied musste 35 Jahre betragen. Die Kendel-Bühne kam auf den 4. Platz.
 

 

Angespornt von unserem ersten Erfolg
ruhten wir uns nicht auf den Lorbeeren aus. Ein richtig, großes Theaterstück ging in die Planung, und zwar das niederrheinische Volksstück in drei Akten „Die Herzmaschine“. Verschiedene Rollen wurden dem Standort gemäß ins Hüppersch Plott (St. Huberter Mundart) übersetzt. Doch frei nach dem Motto: „Jeder spricht so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist“, spricht der einer oder andere auch den ihm heimischen Dialekt aus unserer Gegend. Und so haben wir es bis heute gelassen.

 

 Und was passiert sonst noch?
Und in den letzten Jahren traten die Amateurschauspieler wiederholt mit Sketchen – in Mundart und Hochdeutsch - bei verschiedenen Veranstaltungen in St. Hubert und der Umgebung auf, z. B. anlässlich des 90jährigen Jubiläums des Deutschen Roten Kreuzes, Sanitätszug St. Hubert 1912. Zwischendurch traten wir in Kempen im Altenheim Haus Wiesengrund auf, unterhielten das Publikum beim Bauernkaffee und nahmen aktiv an den Veranstaltungen des Heimatvereins St. Hubert 1964 e. V. teil. Der Sketch zum Jubiläum der Handwerkerschaft St. Hubert wurde sogar selbst den Handwerkern auf den Leib geschrieben.

 

 Nach dem Stück ist vor dem Stück
Seit Jahren ist es jetzt schon zum guten Brauch geworden, dass wir einmal im Jahr ein abendfüllende Stück auf die Bühne bringen.  Dabei hat sich gezeigt, dass es für alle am Besten ist, wenn wir unsere Aufführungen Ende des Jahres machen. Diese Aufführungen finden statt im Forum St. Hubert, direkt an der Schule. Vier dieser Veranstaltungen sind es seit vielen Jahren schon, die bislang immer ausverkauft gewesen sind. Um das Forum für die Spielzeit reserviert zu bekommen, muss man sich immer schon Ende des Jahres die neuen Termine sichern. So fangen die Planungen für das neue Stück schon wenige Tage nach der letzten Aufführung an.

 

 Vorbereitung eines Stückes
Direkt nach der letzten Aufführung einer Saison beginnt auch die Suche nach einem geeigneten Stück für das kommende Jahr. Das ist meistens mit einer mehr oder weniger aufwändigen Suche im Internet verbunden. Wir haben uns vorgenommen, nur lustige und unterhaltsame Stücke zu spielen, und die Rollenbesetzung muss mit den uns zur Verfügung stehenden Spielern in Einklang zu bringen sein. Dann haben wir keine Drehbühne, so dass wir mit einem Bühnenbild auskommen müssen. Und das Stück muss noch in unsere Gegend passen. Eine Komödie auf einem Schiff würde uns keiner glauben. So schränkt sich die Anzahl der in Frage kommenden Stücke immer weiter ein.   

 

Die Proben
Wenn denn ein Stück ausgesucht ist, muss das in der Regel erst noch für uns angepasst werden. Zum Beispiel haben wir das Stück für 2011 in bayrischem Dialekt gekauft. Es muss also übersetzt werden und die Namen müssen durch die hier üblichen Namen ersetzt werden. Wenn das dann alles getan ist, fangen im Frühsommer die ersten Proben an. Erst noch mit Textbuch in der Hand, keiner weiß wo er zu stehen hat und wie er seine Rolle zu spielen hat. Aber so nach und nach zeigt sich mehr und mehr das Bild des Stückes, welches wir spielen wollen.

 

Der Feinschliff
So zwei bis drei Wochen vor der Premiere hat jeder dann endlich seine Rolle so weit parat, dass es eigentlich losgehen könnte. Dann fängt die Zeit an, wo wir in der Lage sind, in unseren Rollen zu leben. Das will heißen, dass jeder Mitspieler seiner Rolle dann auch seine ganz persönliche Note verleiht.  Das Stück bekommt Leben.
 

 

Die Mitglieder der Kendel-Bühne
Vor, auf und hinter der Bühne, bei den Proben und der Organisation sind 25 Mitglieder und Schauspieler tätig.

Es ist klar, dass die Arbeit am Stück und bei den Proben zwar anstrengt, aber vor allem Spaß macht. Sind wir doch mal ehrlich: Sonst würde das ja keiner machen. Aber neben den Proben bleibt auch noch Zeit einen Theaterbesuch (man darf doch mal abgucken) oder geselliges Beisammensein beim Essen. Dass dabei der obligatorische Sommerausflug nicht vergessen wird, versteht sich von selber. Es ist also allerlei los bei der Kendel-Bühne.

Die Akteure - mit Theater- oder Organisationstalent, handwerklich begabt oder künstlerisch angehaucht – kommen aus den verschiedensten Berufs- und Altersgruppen. Ob jung oder älter, alle haben ihre Freude am Theaterspielen und mit allem, was damit zu tun hat. Die Kendel-Bühne ist vor allem sehr stolz auf die Leistungsfähigkeit der aktiven Mitglieder. Vieles wird in Eigenleistung hergestellt, organisiert und durchgeführt.


Wie kann ich Mitglied werden?
Wer jetzt denkt, dass auch er/sie Lust am Theater bekommen könnte, sollte entweder dienstags ab 19.30 Uhr zu den Proben kommen oder sich einfach mal bei uns melden:

Kontakt:
Johannes Dicks, Tel. 02152 / 80202
Karin Schenk, Tel. 02152 / 8607